Unser Wohnmobil

 

Uns war natürlich bewusst, dass unser zukünftiges rollendes Heim auf der geplanten Reise wesentlich mehr würde aushalten müssen, als ein Wohnmobil das nur über glatte europäische Autobahnen an die Adria rollt. Als Basisfahrzeug kam für uns daher nur ein Mercedes in Frage. Mit Rücksicht auf die Reisekasse entschlossen wir uns, lieber ein hochwertiges Fahrzeug aus zweiter Hand zu kaufen, als ein neues Billigmodell.
Zudem war damals gerade der bewährte 410er vom neuen Sprinter abgelöst worden. Um damit in unbekannte Gefilde aufzubrechen, war uns der Sprinter zum damaligen Zeitpunkt ganz einfach noch  zu neu und unerprobt.

Einen Bimobil-Aufbau hatten wir von Anfang an in die engere Wahl gezogen, weil er statt des damals üblichen Styropor Sandwiches mit Holzrahmen einen leichten, aber stabilen Alurahmen hat, und die Hartschaumisolierung (Styrofoam) kein Wasser ziehen kann.

Den Bimobil Sonderaufbau auf einem Mercedes 410 D kauften wir buchstäblich auf den allerletzten Drücker. Die ursprünglich schwachen 90 PS waren bereits vom Vorbesitzer zusätzlich mit einem Turbo auf 122 PS aufgepeppt worden. Mit seinen 6,30m Länge kommt man auch noch dort hin, wo es eng zugeht, trotzdem bietet es für eine lange Reise genügend Platz und Stauraum. Bei einer Höhe von 3,10m kann man auch im Alkoven liegen ohne Platzangst zu bekommen.
Dank der Zwillingsreifen und der leichten, aber äußerst stabilen Bauweise hat das Wohnmobil  eine Zuladung von stolzen 1,6 t. Für 1000 Tage nimmt man halt doch mehr mit, als nur die Bade­hose und ein paar T-Shirts.
Ein zweiter Dieseltank vergrößerte unseren Aktionsradius in abgelegenen Gebieten. Vor allem in Amerika und Australien schätzte Peter die Vorzüge des Tempomats.

Unser Wohnmobil hat zwar keinen Allradantrieb, aber sein Sperrdifferential leistete einige Male gute Dienste, als wir im weichen  Wüstensand oder am Strand einsackten.

Auch sonst ist das Mobil mit allem ausgestattet, was man sich auf einer langen Reise abseits komfortabler Campingplätze wünschen kann.

    220 Watt Solarpaneels

    300 Watt Solarbatterien

    Kompressorkühlschrank (arbeitet über die Solaranlage)

    120 l Frischwasser im großen Tank

    zwei separate Trinkwasserkanister unter der Spüle (ist praktisch, weil in
 Ländern mit zweifelhaftem Trinkwasser nicht der ganze Tank mit Micropur
 behandelt werden muss. )

    Separate Dusche mit Schiebetür

    Zerhackertoilette

    Separate Toiletten- und Abwassertanks

    Tragbarer Generator (kam nur einige Male zum Einsatz)


Unser Wohnmobil von innen (zum Vergrössern der Bilder anklicken)

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