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Neue Reise – neues Wohnmobil
Seit wir wieder
„sesshaft“ sind, sind wir zu dritt. Kurz nach dem wir wieder unser Haus
bezogen haben, hält die damals 2jährige Groenendale Hündin Eyleen bei
uns Einzug. Gereist wird also zukünftig nur noch mit Hund. Mit dem
Wohnmobil ist das ideal – denken wir. Norwegen, Schweden – zwar viel
Papierkram, aber ansonsten kein Problem. Stimmt. Auf den glatten,
geraden Straßen durch Südschweden schlägt sich Eyleen tapfer und es gibt
genügend Wälder und Wege zum Gassigehen. Dann geht es über die Grenze
nach Norwegen, die Straßen werden holprig, löchrig, steil und
kurvenreich. Unserem guten alten Benz ist zwar keine Steigung zu steil,
keine Straße zu schlecht, aber er macht einen
Höllenlärm dabei, legt sich mit seiner weichen Federung in die Kurven,
holpert mit seinen kleinen Rädern durch die Schlaglöcher. Unser Hund
sitzt jammernd und hechelnd unter dem Tisch, verweigert das Futter, will
morgens nicht mehr ins Wohnmobil. Kurz vor Trondheim drehen wir um,
lassen Norwegen Norwegen sein – und außerdem hat es ja eh dauernd nur
geregnet…
Kurze Zeit später verkaufen wir unser geliebtes
„Small Motorhome“, mit dem wir soviel erlebt haben. Der Hund gehört zur
Familie und hat Vorrang. Verkauft wird auch unser „knallrotes Gummiboot“
– das teure Schlauchkajak, das wir in Boise, Idaho gekauft haben. Der
Hund saß da drin, zitternd und jammernd …
Und was machen wir jetzt? Einen Wohnwagen kaufen?
Eine Zeitlang ziehen wir das tatsächlich in Erwägung – im PKW fährt
unsere Eyleen nämlich gerne. Aber im Grunde wollen wir ja wieder nach
Nordamerika. Also „drüben“ einen Ami kaufen? Die Mobile mit den
Benzinmotoren fahren softer, machen nicht soviel Radau. Wir nehmen
Kontakt zu einem Wohnmobil-Vermieter auf, der aus Altersgründen seine
gesamte Mietflotte verkauft, surfen im Internet. Die Preise wären
günstig – aber ist es auch der Spritverbrauch der V10 Motoren mit ihren
6l Hubraum?
„Nein, mit solch einem Benzinsäufer fahr ich nicht
rum!“ erklärt Peter. „Außerdem will ich wieder mit einem komplett
eingerichteten Wohnmobil auf Reisen gehen, mit Solaranlage, mit großen
Wassertanks, mit einer Zwischentür zum Fahrerhaus!“ Und natürlich wollen
wir ja auch in Europa reisen – der Winter steht vor der Tür, den
verbringen wir doch lieber im Wohnmobil in Spanien.
Kurz darauf steht ein Wohnmobil „von der Stange“ vor der Tür, ein Laika
Kreos auf Iveco, also ein waschechter Italiener – und drei Tage später
sind wir auf dem Weg nach Spanien – zum Warmwerden und Einfahren für
unsere zweite große Nordamerika-Rundreise.
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Unser „Italiener“
Unser neues Wohnmobil sollte wieder zwillingsbereift sein, eine gute
Straßenlage und ausreichende Zuladung haben, und außerdem sollte der
Überhang nicht so groß sein. Leiser und flotter als unser alter 410 er
sind heute ohnehin alle Basisfahrzeuge. Wegen der besseren Straßenlage
entschieden wir uns für den Iveco 35 C 17 mit 166 PS. Ein Fahrzeug von
dem Peter auf Anhieb begeistert war – und noch immer ist.Weil wir keinen
Aufbau mit Styropor-Isolierung wollten, war die Auswahl begrenzt. Um
einen großen Überhang zu vermeiden, kam nur wieder ein Alkovenfahrzeug
in Frage. Ein Backofen, ein großer Kühlschrank und die separate Dusche
waren ein Muss. Der Laika Kreos 3005 erfüllte alle unsere Anforderungen
und gefiel uns mit seinem italienischen Design auf Anhieb. Außerdem
überzeugte uns das gute Preis-Leistungsverhältnis.Zusätzlich
zum 2. Wassertank und zur 150 Watt Solaranlage ließen wir vom Schreiner
eine Zwischentür einbauen. Um jederzeit und überall hygienisch
einwandfreies und
geschmacksneutrales Trinkwasser
zu haben, ließen wir direkt unter der Spüle einen Seagull Wasserfilter
mit einem separaten Wasserhahn installieren. In der Fahrradgarage, die
pfiffigerweise unter der Küchenarbeitsfläche und den Badezimmerschränken
eingebaut ist, werden während der Nordamerikareise keine Räder, sondern
Eyleens große Flugbox, zwei Reservereifen, ein 1000-Watt-Genenator von
Honda und die Campingmöbel verstaut.
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