Fliegen mit Hund

Den Hund im Flugzeug mitnehmen?

Vor dem Abflug nach Halifax

So manchem Hundehalter stellen sich bei diesem Gedanken die Nackenhaare auf. Aber mit entsprechender Vorbereitung sind auch Flugreisen mit Hund machbar. 

Im Gegensatz zu Australien und Neuseeland müssen Haustiere bei der Ankunft in den USA bzw. Kanada nicht in Quarantäne, weshalb ein Hund für eine  längere Nordamerikareise kein Hindernis darstellt. 

Dass unser vierbeiniges Familienmitglied gegen Tollwut geimpft und gechipt sein muss, versteht sich von selbst. Den blauen Heimtierausweis kennt man außerhalb Europas zwar nicht, aber bei der Rückkehr ist es durchaus möglich, dass er verlangt und kontrolliert wird. Außerdem benötigt der Hund eine tierärztliche Bescheinigung, dass er gesund ist. Bei der Gelegenheit, lässt man sich dann auch gleich ein Beruhigungsmittel und ein Schlafmittel geben. Das Beruhigungsmittel wird im Vorfeld des Fluges verabreicht. Das Schlafmittel darf unser Vierbeiner erst nach dem Eichecken, bzw. kurz vor dem Boarding erhalten, denn er muss ansprechbar sein. Außerdem wird geprüft, ob die Transportbox groß genug ist. Der Hund muss sich drehen können und die Ohren dürfen nicht oben in der Box anstoßen. Die genauen Bestimmungen können sich von Fluglinie zu Fluglinie unterscheiden. Deshalb unbedingt vor der Buchung ein Merkblatt mit den aktuellen Vorschriften geben lassen. Manche Gesellschaften verlangen, dass ein Wasserbehälter in der Box fixiert wird. Wir hatten innen ein relativ hohes Eimerchen befestigt. Beim Verladen wurde trotzdem Wasser verschüttet. (Manche Fluglinien erlauben auch, dass ganz kleine Hunde in einem entsprechenden Transportbehälter im Passagierteil mitgenommen werden.)

Beginnt man die Reise an der Ostküste, ist der Flug mit ca. 6 - 7 Stunden auch nicht so sonderlich lang. Der Hund verschläft den Flug und hat es bequemer als seine Halter auf oft engen Sitzen ohne jede Beinfreiheit. Freunde fliegen mit ihrer Hündin sogar regelmäßig an die Westküste. Umsteigen und lange Zwischenaufenthalte sollten aber vermieden und nur Direktflüge gewählt werden. 

Natürlich ist es sinnvoll, den Hund bereits im Vorfeld an die Box zu gewöhnen. Unsere stand schon ein paar Wochen vorher, stets mit Leckerlis präpariert in der Wohnung. Zum Flug packten wir unter ihre Decke einige Lagen Zeitung. Zusätzlich legten wir von uns getragene Shirts in die Box, damit es vertraut roch.

Da man für einen Transatlantikflug mindestens drei Stunden vorher am Flughafen sein soll, zieht sich das ganze Prozedere trotzdem in die Länge. Dass wir in Frankfurt nach dem Einckecken die Box samt Hund nicht gleich abgeben mussten, war sehr angenehm. Unsere Eyleen konnte bis kurz vor dem Boarding mit uns im Flughafen herumlaufen.

Im kanadischen Halifax wurden kurz die Impfungen kontrolliert, und weil es ja Fleisch enthält, wurde uns das Tütchen Trockenfutter abgeknöpft, das ich im Handgepäck hatte. Glücklicherweise hatte ich im Koffer noch ein »geschmuggeltes«, kleines originalverpacktes, eingeschweißtes Kilopaket Trockenfutter.

Ansonsten musste Eyleen im Flughafengelände in der Box bleiben. Für die Fahrt zum Hotel und auch am nächsten Tag zum Hafen, wo wir das Wohnmobil abholten, benötigten wir wegen der großen Box ein Vantaxi.


Eine PKW-Reise durch Nordamerika mit Hund würden wir niemals in Erwägung ziehen. Hotels und Motels die Hunde erlauben, sind dünn gesät, Restaurants sind mit Hund tabu. Hund im PKW lassen ist bei den hohen Temperaturen, die selbst in Kanada herrschen können, nicht möglich. Im Wohnmobil ist solch eine Reise jedoch ideal. Nicht nur für den Hund, auch Zweibeiner reisen im Rolling Home wesentlich entspannter.

Mehr steht im Fernwehschmöker »On the Road - Ein Jahr mit Wohnmobil und Hund durch Nordamerika«.

Share

Share by: